Interdisziplinäres Forschungsnetzwerk „Work – Love – Violence. Rural Societies and New Research Perspectives“

Das seit 2014 arbeitende, international zusammengesetzte Netzwerk diskutiert neue Ansätze zur Erforschung des Ländlichen. Ländlichkeit wird als relational gedacht, in Beziehung nicht nur zum Städtischen, sondern auch zu Natur, Landschaft und Provinz. Das Netzwerk vereint Forscher*innen aus Polen, der Ukraine, Österreich und Deutschland aus der Geschichtswissenschaft vom Mittelalter bis zur Zeitgeschichte, aus der Ethnologie, der Vergleichenden Literaturwissenschaft und der Geografie. Der (ost-)mitteleuropäische Schwerpunkt ist Programm, lädt er doch dazu ein, gängige Forschungsnarrative und dominante mental maps zu reflektieren und neue Perspektiven zu erproben.

(East) European Epistemologies

Vor dem Hintergrund weltweiter Debatten über fake news, gesellschaftliche Spaltung und mediale Unübersichtlichkeit beschäftigt sich die interdisziplinäre und internationale Forscher*innengruppe in einer transregionalen Perspektive und mit einem Fokus auf politische Implikationen mit den Praktiken der Erzeugung wissenschaftlichen Wissens in den Natur- und Geisteswissenschaften: mit der Herstellung und dem Wandel von Evidenz und Plausibilität, mit den Figuren der Wissensproduktion und der Rolle medialer Vermittlung. Seit mehreren Jahren organisiert die Gruppe Workshops, Seminare und Publikationen.